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Dort trafen wir unsere schottische Reiseleiterin Hania. Die Zeit die gesamte
Stadt zu besichtigen fehlte uns natürlich, deshalb machten wir einen kurzen
Bummel durch die Altstadt. Weiter ging es anschließend durch das insgesamt recht
flache, sehr grüne England mit Feldern bis zum Horizont, Richtung „schottische“
Grenze. Gretna Green ist unser nächster Haltepunkt. Ein Dörfchen, mit einer
Schmiede, das bereits in Schottland liegt und noch bis ca. 1940 englische
Liebespaare anzog, da man sich dort vom Schmied bereits mit 16 Jahren, ohne
Einwilligung der Eltern, trauen lassen konnte, was in England nicht möglich war.
Der nächste Halt ist ein Gartencenter in Dumfries. Auch hier werden einige
fündig. Der Bus wird langsam grün. Unsere letzte Tagesetappe heißt Glasgow. Auf
dem Weg dort hin ändert sich die Landschaft spürbar. Es wird sichtbar hügeliger
und man sieht auch mehr Wälder. Aus den Raps und Getreidefeldern werden
Viehweiden mit Schafen und Rindern, die sich abwechseln mit Heidelandschaft und
Hochmooren. Das Land ist recht dünn besiedelt, es wirkt so leer. Gegen Abend
erreichen wir Glasgow, die größte Stadt Schottlands mit ca. 750.000 Einwohnern.
Besonders schön der Hauptbahnhof im Jugendstil. Am nächsten Morgen geht es
weiter. Wir machen uns auf in Richtung Stirling. Stirling ist eine alte
schottische Stadt und war Sitz der schottischen Könige. Hier gibt es die
Denkmäler für zwei schottische Helden. Eines für William Wallace (Brave Heart),
der mit seinen Truppen bei Stirling Bridge, unterhalb der Burg, die Engländer
geschlagen hat und eines für Robert Bruce, der es schaffte, Schottland zum
ersten Mal die Unabhängigkeit zu erkämpfen, wenn auch nur für relativ kurze
Zeit. Nach Sterling führt uns unser Weg Richtung Pitlochry, wir sind auf dem Weg
zu Schottlands kleinster Destille, Edradaur. Die Führung mit Verkostung ist
recht interessant, doch der Whisky recht teuer, wie alles in Großbritannien. Der
Whisky ist halt etwas für echte Kenner. Er schmeckte übrigens wirklich nicht
schlecht.
Weiter Führt uns die Fahrt nach Aviemore, wo wir eine Alpin-Stauden-Gärtnerei
und deren Garten besuchen, und übernachten wollen. Der Garten der Gärtnerei ist
recht idyllisch. Hier kommen die Pflanzenkäufer wieder zu ihrem Recht. Am
nächsten Morgen mussten wir früh aufstehen, denn Loch Ness war eines unserer
Ziele, bevor wir uns so langsam wieder an den Abschied von Schottland gewöhnen
mussten. Ab jetzt beginnt quasi die Rückreise. Unser Weg führt uns wieder nach
Süden. Wir bewundern noch einmal die Weiten der Schottischen Highlands und die
Leere der Landschaft. Wir verstehen, warum das Leben hier „oben“ früher recht
beschwerlich gewesen sein muss. Gegen Mittag machten wir noch einen Abstecher
nach Balmoral Castle, den Landsitz, den einst Queen Viktoria und ihr Mann Albert
erstanden. Rund um das Schloss ein Park mit alten Baumriesen, die ganz ohne
sauren Regen haben wachsen dürfen, eine Augenweide. Abends trafen wir in
Edinburgh ein. Eine wunderschöne Stadt, und wir widersprachen nicht, als Hania
McMillen meinte, sie wäre die schönste in ganz Schottland. Schnell das Gepäck
ins Hotel, wir hatten es eilig. Nächster Termin war der schottische Abend,
schottisch-irische Musik mit und ohne Dudelsack, sowie junge schottische Tänzer
und Sänger. Eines der Lieder hatten wir extra Nachmittags im Bus geübt. Morgens
mussten wir wieder früh aufbrechen, wir wollten noch den königlichen Botanischen
Garten von Edinburg besuchen. Es sei allen gesagt, die Zeit, die wir zur
Verfügung hatten, langte nicht, aber er war sehenswert. |