Bambusgarten der "Schlossgärten Arcen" |
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Schlossgärten Arcen liegt kurz hinter der niederländischen Grenze bei Venlo in der Nähe des hübschen kleinen Ortes Arcen. Der Bambusgarten liegt in der Mitte dieser Gärten - etwas versunken zwischen Mauern. Wenn man das große Glashaus verlässt und um einen Weiher herum geht, gelangt man in einen ersten Bambusgarten, der die fernöstlichen Stilelemente des chinesischen und des japanischen Garten eng miteinander verbindet. Ein durch Mauern geschützter Bambusweg geht dann über in eine südostasiatische Anlage mit Holz-Pfahlbauten und einem stimmungsvollen Teich. Auch hier befinden sich Kulturelemente aus verschiedenen asiatischen Ländern. |
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Der Ahorngarten schließt diesen Teil ab und bietet besonders im Herbst einen malerischen Anblick. |
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Die Geschichte des Bambusgartens Anfang der 90er Jahre wurde der Bambusgarten aus dem damals bekannten älteren Sortiment angelegt: Fargesia nitida (und Sorten), Phyllostachys aurea, Phyllostachys aureosulcata "Aureocaulis", Phyllostachys nigra, Phyllostachys violascens, Semiarundinaria fastuosa, Hibanobambusa tranquillans ‘Shiroshima‘ und die kleineren Bambusse Indocalamus, Pleioblastus, Sasa, und Shibataea. Aber eigentlich hatten damals nur die Bestände von Phyllostachys violascens und Phyllostachys aureosulcata "Aureocaulis" die Überzeugungskraft, jemanden wirklich für die Schönheit des Bambus zu gewinnen. |
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Anfang 2000 konnte mit kleinen Pflanzen aus dem damals neuen Sortiment einen Neuanfang begonnen werden. Für diese kleinen neuen Bambusse wurde viel Platz geschaffen. Aber auch kleine Pflanzen werden groß und sind nun im Laufe von 10 Jahren erwachsen geworden. Unter anderem die Arten Phylllostachys sp. Shanghai 3, Phyllostachys vivax "Aureocaulis" und Phyllostachys parvifolia. Auch Fargesia denudata, Fargesia jiuzhaigou 1, Fargesia robusta "Campbell", Fargesia sp. "Rufa", Fargesia sp. Scabrida und noch viele andere waren dabei. |
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Einige Jahre später (2004) gab es außerdem auch noch einen Versuch im großen kühlen Treibhaus einige der aufregenden, neuen, frostempfindlichen Arten auszupflanzen: Fargesia papyrifera, Fargesia lushuiensis und Neosinocalamus affinis. Es wäre zu schön gewesen, wenn es gelungen wäre und wir heute diese Arten dort ausgewachsen sehen könnten. Aber leider war die Bekämpfung von Ungeziefer in diesem Innenraum zu schwierig. Nur der Reispapierbaum Tetrapanax papyrifera steroidal Giant, der auch dabei war, hat in diesem Treibhaus einen guten Standort gefunden. |
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Der Winter 2008/09 war sehr streng in der Gegend der Schlossgärten und an vielen Stellen war die Temperatur auf bis zu -20/-24°C gesunken. Für viele weniger geschützt stehende Bambusse war das zu viel. Aber durch die versteckte Lage an der Mauer und durch den großen Baumbestand war in diesem Garten den Bambussen fast nichts geschehen. Hier war zu beobachten, wie wichtig ein geschützter Platz ist. |
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Text und Fotos: Jos van der Palen, Ute Außem, Bambusjournal 01/2011 Kasteeltuinen Arcen Lingsforterweg 26 5944 BE Arcen/NL |
