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Arboretum Schloss Eberstein – Baumkundlicher Lehrpfad

Im mittleren Teil des Murgtales, dass man auch als „Badische Schweiz“ bezeichnet liegt die Stadt Gernsbach. Landschaftsprägend ist das auf einem Granitfelsen thronende Schloss Neu-Eberstein. Von dort hat man eine phantastische Aussicht auf das obere Murgtal. Die Schloss-Schänke mit Biergarten bietet für alle Ausflügler regionale Spezialitäten. Das Gourmet-Restaurant (Michelin Stern!) lässt keine kulinarischen Wünsche offen. Doch bevor man einen vorzüglichen Wein genießt oder sich an Kaffee und Kuchen labt, sollte man das „Arboretum Schloss Eberstein“ rund um die rund 800 Jahre alte Burganlage erwandern. Für die 4 km gut ausgebauten Wanderwege sollte man gut 2 Stunden einplanen. Der Kontrast von schmalen, schattigen Wanderpfaden, sonnigem Rebhang und altem Edel-Kastanien-Hain hat schon seinen besonderen Reiz, doch die Aussichtspunkte Engelskanzel, Luisenruhe, das „Schänzle“ mit herrlicher Rundumsicht oder der sagenumwobene Grafensprung mit seinem umwerfenden Blick ins Tal lassen einen die Zeit vergessen.

Schon zu den Zeiten als das Schloss eine beliebte Sommerresidenz der Großherzöge von Baden war, gab es einen wertvollen Baumbestand. Ein amerikanisches Rotholz („Redwood“) hält zurzeit den Höhenrekord aller Bäume des Arboretums mit ca. 120 Meter.

Dieser wurde von 1964 bis 1990 durch zahlreiche Neuanpflanzungen erweitert und ergänzt. Mit heute über 300 verschiedenen einheimischen, exotischen und fremdländischen Baumarten und Unterarten ist das Arboretum, nicht nur für Fachleute hochinteressant.

Es wurden die einzelnen Bäume nach Gattung und Familien angeordnet und mit zahlreichen Tafeln beschildert. In alleeartigen Reihen wurden die Raritäten entlang der Wanderwege angepflanzt und so leicht zugänglich für jedermann. So kann man neben Ginko und Amberbaum, Mammutbaum und Eisenholzbaum, Weihrauchzeder und Haselholz auch Einblattesche und Taubenbaum bestaunen.

Außer den beiden deutschen Eichen, (Stiel- und Traubeneiche), gibt es zahlreiche Buntfärbende aus Nord-Amerika, Immergrüne aus dem Mittelmeerraum und solche mit herrlich gelappten und gezähnten Blattformen aus Ungarn, Armenien, Persien und Japan zu sehen. Auch Ahornarten aus Amerika und Asien sind ebenso vertreten wie Föhren, Latschen und Arven aus verschiedenen europäischen Gebirgsgegenden, die sich mit ihren Wurzeln in den Granitspalten festklammern, begleitet von japanischen, kleinasiatischen und amerikanischen Arten, wie die Stricknadel- und die Grannen-Kiefer.

Eine besonders interessante Baumreihe steht entlang des "Wachtelweges":

W - Wellingtonie

A - Amberbaum

C - Chinesisches Rotholz

H - Haselbaum

T - Taubenbaum (Taschentuchbaum)

E - Einblattesche

L - Lebensbaumzypresse

W - Weihrauchzeder

E - Eisenholzbaum

G - Ginkgo

Gernsbach liegt ca. 30 km östlich von Baden-Baden. Die Autobahn A5 verlässt man an der Ausfahrt Rastatt, fährt die B 462 Richtung Freudenstatt und kommt 15 Kilometer hinter Rastatt  nach Gernsbach. Man fährt nicht in den Tunnel, sondern rechts vorbei Richtung Stadtmitte. Startmöglichkeiten für den Wanderweg gibt es bei der Klingelkapelle, beim Schloss selbst oder vom Stadtteil Obertsrot aus.

Gruppenführungen einmal im Monat von Mai-September auf Anfrage.

Eintritt frei!

Sonja Sommer, im Oktober 2007

7 Bilder wurden uns freundlicherweise von der Stadt Gernsbach und 1 Bild (Schloss mit Weinbergen) wurde uns von Rainer Löffler dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

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zuletzt aktualisiert: 14.05.2012
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Pflanze einen Baum
und kannst Du es nicht ahnen,
wer unter seinem Schatten ruht.
Bedenk` oh` Mensch,
dass Deine Ahnen,
ehe sie Dich kannten
auch einen Baum für Dich pflanzten.

Unbekannter Dichter