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Halm/Halmscheiden Einer der schönsten, fast rein
goldstämmigen, mittelhohen bis hohen Bambusse. Wenn man im ausgedehnten Bestand
danach sucht, kann man vereinzelt dünne grüne Streifen sowie „grüne Akzente“ am
Halm im Internodium bzw. Knotenbereich finden. Die Halme entwickeln sich im
Vergleich zur Stammform Phyllostachys bambusoides (rein olivgrüne Halme) weniger
auffällig verdickt am Knoten, wenn man Internodienabschnitte gleichen
Durchmessers heranzieht. Die Halm- und Zweigfarbe variiert ja nach Besonnung,
Alter und Bodentyp von gelb, safran, über orange bis rot. Besonders in der Nähe
der Halmbasis kann dieses auffällige Farbspiel – wie oben ausgeführt –
unterbrochen werden von schmalen grünen Streifen, von Knoten zu Knoten
durchgehend oder von „abgebrochenen Akzenten“ in der Nähe der Knoten. Dadurch
könnte bei flüchtigem Hinsehen eine Verwechslung mit dem ‚Castollonis‘
entstehen, der aber seine breiten grünen Streifen nur innerhalb des Sulcus hat.
Die sehr attraktiven, allerdings in kürzester Zeit in
der Farbe vergänglichen Halmscheiden, sind anfangs braunschwarz getigert, gepunktet und gestreift
und durch die gelb-goldene Grundfärbung noch auffälliger als bei der Ausgangsform.
Blatt Ähnlich wie bei der Ausgangsform, jedoch da und dort sind einzelne
Blätter mit gelben bis weißlichen Streifen zu finden.
Winterhärte Bei hohem Wärmegenuss und guter Ausreife der Halme samt
Blatttrieben ist die Winterhärte ähnlich wie bei der Ausgangsform
einzuschätzen.
Standort Für diesen leuchtend goldhalmigen, im Frühsommer pastellfarbigen
Bambus ist ein warmer und sonniger Standort notwendig. Hier kommt das Farbspiel
am besten zur Geltung und er fördert die Ausreifung.
Gartenpraxis / Pflegeanforderung Nur in warmen und wintermilden Gegenden
und Gebieten Deutschlands ist eine Rhizomsperre erforderlich. Dagegen sind bei
horstförmig bleibender Entwicklung bei der Pflege die innersten, in der Regel
ältesten Triebe, tief am Boden rechtzeitig im mehrjährigen Turnus zu entfernen.
Damit wird der nachteiligen Eigenkonkurrenz um Licht und Wasser richtig und
zeitig begegnet.
Topfkultur Dekorative Kübelpflanze, aber mit hohem Lichtbedürfnis für
guten Zuwachs, wie alle Phyllostachys bambusoides-Goldformen.
Gärtnerische Verwendung Als Solitärbambus, in Gruppen,
gegebenenfalls bei günstigen Verhältnissen als Phyllostachys-Hain ist der
‚Holochrysa‘ einer der dekorativsten voll gelbgoldenen mittelhohen Bambusse. Der
Kontrast zwischen den im Frühling pastellfarbigen Halmen mit den getigerten
Scheidenblättern ist jährlich ein ersehntes Erlebnis, ähnlich wie bei dem
berühmten Elitebambus ‚Castillonis‘. Zum Glück ist der ‚Holochrysa‘ für etwas
kühlere Klimate und Gegenden, in denen der Star ‚Castillonis‘ kaum noch
empfehlenswert bzw. einen Versuch wert ist, noch geeignet.
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