Regionaltreffen Simbach am Inn am 30.September 2007In Sichtweite der großen Berge, nahe an der österreichischen Grenze trafen sich die „Südtruppe“ der EBS Deutschland und die Nachbarn jenseits des Inns an einem schönen Herbsttag. Nach tagelangem, eher trüben und nassen Herbstwetter riss an diesem Tag der Himmel auf und präsentierte sich typisch in weiß/blau. Alois Münst hatte dieses Treffen für uns in Simbach am Inn organisiert. Schon letztes Jahr trafen wir uns während der gleichen Jahreszeit in seinem zauberhaften Waldgarten nahe am Bodensee. Die Idee, das Treffen weiter östlich, in der Nähe unserer österreichischen Bambusfreunde zu gestalten schlug gut an, es wurde ein gelungenes Südtreffen mit zahlreichen Teilnehmern. Selbst die „alten Hasen" ließen sich nicht lumpen, sogar Werner Vogel, unser ehemaliger Präsident, war anwesend. Besonders hervorheben sollte man aber vor allem die vielen neuen Gesichter, jedes für sich eine Bereicherung für unsere Truppe, die dadurch stetig wächst. Nur so geht es weiter, jeder ist auf seine Weise wertvoll, die „Neuen“ profitieren von den „Alten“ (in Bezug auf das Wissen natürlich, also eher "weise") und machen ihre eigenen Erfahrungen, die wiederum zum Wissensschatz beitragen. Um 10 Uhr war Treffpunkt im Betrieb von Martin Maier, der uns typisch bayrisch mit reichlich Weißwurst, Brezen und Bier zum Frühschoppen bewirtete. Alois sprach ein paar Begrüßungsworte und nach der leiblichen Stärkung bewunderten wir Martins mehr als beeindruckenden Schaugarten. Ein rotes Tori führt in den Garten, umschlossen von Phyllostachys und Bashania fargesii. Phyllostachys aureosulcata spectabilis wächst in voller Größe entlang der Betriebsräume. Auch Ph. aureosulcata aureocaulis, Ph. bisettii, Ph. nuda und der normale aureosulcata sind in einer für unsere Region erstaunlichem Ausmaß zu bewundern. Der absolute Höhepunkt des Gartens fällt sofort ins Auge. Ein Bestand Phyllostachys parvifolia ragt über alle hinaus. Sein dickster Halm misst einen Durchmesser von 6,4 cm. An diesem Standort (in bayrisch Sibirien!) , ist sie besonders schön und beeindruckend. Gerade ich durfte durch meine Reisen schon viele schöne Bambusse bewundern, Parvifolia in Simbach am Inn steht diesbezüglich in nichts nach. Das macht Mut und gibt Vorfreude auf unsere eigenen Pflanzen. Simbach zeigt, was möglich ist. Anschließend besuchten wir einen privaten Garten in der Nähe. Wir wurden durch einen eingewachsenen, von Hecken umschlossenen fast 4000 qm großen Exotengarten geführt, der uns aufgeführt hat, was mit viel Leidenschaft und Energie zu schaffen ist. Besonders hervorzuheben sind vor allem die beachtliche Cannasammlung und eine Tagliliensammlung, die 136 Sorten umschließt. Ein großes, gemauertes Gewächshaus war ein weiteres Highlight. Nach einem späten Mittagessen (so ist das mit den Pflanzenfreunden, die sind kaum vom satten Grün wegzubekommen, erst kurz vor dem Verhungern), besuchten wir noch einen kleinen aber feinen Garten in Burghausen. Zahlreiche auserwählte asiatische Steinfiguren setzten unser Lieblingsgras voll in Szene. Die Elemente Wasser, Steine und Pflanzen lassen diesen Garten viel größer wirken, als er eigentlich ist. Wir genossen eine besondere Gastfreundschaft und mussten leider viel zu früh unsere Heimreise antreten. Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, egal ob Organisatoren, Gastgeber oder Gäste, es war ein überaus interessanter und schöner Tag. Wir hoffen auf eine Wiederholung und weiteren Zuwachs in der südlichen Region, die unsere österreichischen Freude in jedem Falle mit einschliesst. Pez (Petra Deml) |
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