Der richtige Spaten für Bambusarbeiten
|
|
Die meisten Bambusbesitzer haben, wenn es um Bambusarbeiten – besonders um die Erdarbeiten – geht, ihre Erlebnisse mit den Spaten. Aus der Sicht eines Bambus-Anfängers gebe ich gerne meine Erfahrungen wieder. Ich hoffe ich kann damit dem Einen oder Anderen behilflich sein, den richtigen Spaten zu finden!
|
|
|
Meine ersten Fargesien habe ich Anfang Juli 2009 mit einem normalen Spaten gesetzt (Abb. 7). Ende Juli 2009 hielten die ersten Phyllostachys Einzug in unseren Garten. Für diesen Bambus musste ein Graben für die Rhizomsperre angelegt werden. Für vier Felder, jeweils 4m lang, 1,5m breit und 70cm tief betrug die Länge der Sperre insgesamt 38m. Für diese Arbeiten habe ich mir einen alten Damen-Spaten sowie eine Schaufel auf 11 cm Breite zurecht geschnitten (Abb. 6). Außerdem habe ich im Internet auf der Website unseres Mitglieds Michael Kudella etwas über einen Teufelslöffel gelesen.
|
|
|
|
Da ich keine Grabenfräse leihen wollte und bei uns der Boden ein Mutterboden/ Lehm-Gemisch ist, entschloss ich mich kurzerhand, mit einem Freund anhand der Bilder auf der Website den „Teufelslöffel“ nachzubauen (Abb. 8). Alles in der Hoffnung dass dieser Spaten die Arbeit erleichtern würde. Die Sperre wurde gesetzt, der Löffel funktionierte, aber es war wirklich Knochenarbeit. Kurven oder Kreise sind so gut wie nicht umzusetzen. Es geht immer nur schön gerade aus. Bilder vom Graben für die Sperre gibt es hier (Abb. 1, 2, 3 und 4).
|
|
|
Anfang März 2010 sollte wieder ein Phyllostachys in den Garten einziehen. Dieses Mal „durfte“ ich diesen auch selbst ausgraben, wofür man natürlich ebenfalls das richtige Werkzeug benötigt. In der Zwischenzeit hatte ich mich über verschiedene empfohlene Spaten informiert. Ich legte mir den schweren geschmiedeten Rodespaten (Art.-Nr.: 530035) der Firma Meyer zu. Dieser Spaten ist für das Ausmachen von Bambus und das Abstechen von Rhizomen optimal und wird auch im Internet sehr gelobt. Dann kam der Tag, an dem ich einen bis 11m hohen Phyllostachys vivax ‚Aureocaulis‘ ausgraben durfte. Vom „Handling“ des 6kg schweren Spatens war ich aber nicht so sehr begeistert, ob es an mir oder an dem Spaten lag? Deshalb bekam ich die Möglichkeit, einen anderen geschmiedeten Spaten, welcher von Ulrich Willumeit optimiert und seit Jahren eingesetzt wird, zu verwenden (Abb. 10). Obwohl auch dieser Spaten über 6kg wiegt, war das kein Vergleich, meiner Meinung nach ist dieses modifizierte Werkzeug viel besser zu bedienen.
|
|
|
Die durchgeführten Optimierungen sind:
Auch ist meiner Meinung nach die Blattform und Anordnung besser, was einen gezielteren Hieb/Stich zulässt. Auch für diesen großen, mit viel Mühen ausgegrabenen Phyllostachys vivax ‚Aureocaulis‘ musste natürlich eine Sperre gebaut werden (Abb. 5). Von Steffen Greiner wurde mir ein Drainagespaten mit Fiberglas-Stiel empfohlen, den ich bei ihm auch in Augenschein nehmen konnte. Diesen habe ich dann besorgt und hatte so schnell den Graben für die Sperre gegraben, da hätte ich gleich noch einen machen können (Abb. 9). Da ich unterdessen schon einige Spaten „zerstört“ habe und zwar nicht gerade solche aus der Niedrigpreiskategorie, habe ich mich auch zu Profi-Grabespaten informiert. Mir wurde der Grabespaten „Holstein“ mit geschmiedetem Blatt empfohlen (Abb. 11). Wer die Möglichkeit hat, sollte ihn mal testen, ich persönlich möchte ihn nicht mehr missen.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Wenn mich heute jemand fragen würde, welche Grabwerkzeuge ich für Bambus empfehlen könnte, dann würde ich folgende Empfehlung geben: Normale Grabarbeiten: Bambus Sperre: Bambus roden:
Ferdinand Merz, BJ 02/2011
PS: Michael Kudellas Website: http://bambusartland.cosmics-pixels.de/seite/gartenpflege.php Die Artikel-Nummern beziehen sich auf die Fa. Gartenbedarf Meyer unter http://www.meyer-shop.com/ |
